Yoga Notizbuch auf Holztisch

YOGA · MEDITATION · AYURVEDA · RITUALE

Yoga & Ritual A–Z

Von Achtsamkeit über Pranayama bis Yin Yoga: In unserem Yoga & Ritual A–Z findest Du Begriffe und Grundlagen rund um Yoga, Meditation, Ayurveda und bewusste Rituale einfach und verständlich erklärt.

Nutze das A–Z zum Nachschlagen, Entdecken oder um einzelne Themen etwas besser kennenzulernen. Über die Buchstaben-Navigation gelangst Du direkt zu dem Bereich, den Du suchst.

A

Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen – ohne ihn sofort zu bewerten. Im Alltag und in der Yogapraxis kann das bedeuten, den Atem, den Körper oder die eigenen Gedanken bewusster zu beobachten und immer wieder zum gegenwärtigen Moment zurückzukehren.

Atemübung

Bewusstes Atmen spielt im Yoga und in der Meditation eine zentrale Rolle. Atemübungen lenken die Aufmerksamkeit auf den eigenen Atem und können dabei helfen, den Fokus nach innen zu richten und bewusste Ruhepausen in den Alltag zu integrieren.

Ayurveda

Ayurveda ist eine traditionelle indische Gesundheitslehre, die Körper, Geist und Lebensweise als Einheit betrachtet. Eine wichtige Rolle spielen dabei die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Im Alltag geht es unter anderem um bewusste Routinen, Ernährung und eine Lebensweise, die das persönliche Gleichgewicht unterstützt.

B

Baddha Konasana (Schmetterlingssitz)

Baddha Konasana ist eine sitzende Yogahaltung, bei der die Fußsohlen zusammengebracht werden und die Knie nach außen sinken. Die Haltung mobilisiert vor allem Hüften und Leisten und kann sowohl aufrecht als auch in einer ruhigeren, nach vorn geneigten Variante praktiziert werden.

Balasana (Kindhaltung)

Balasana, die Kindhaltung, ist eine ruhige Yogahaltung, bei der das Gesäß in Richtung Fersen sinkt und der Oberkörper nach vorn abgelegt wird. Sie wird häufig als Pause zwischen aktiveren Übungen genutzt und lässt sich mit Kissen, Bolster oder Blöcken individuell unterstützen.

Bewusst leben

Bewusst zu leben bedeutet, alltägliche Entscheidungen und Gewohnheiten aufmerksamer wahrzunehmen, statt vieles automatisch zu tun. Kleine Rituale, bewusste Pausen oder regelmäßige Bewegung können dabei helfen, den eigenen Alltag bewusster zu gestalten – ohne daraus eine weitere Aufgabe machen zu müssen.

Bhakti Yoga

Bhakti Yoga wird als Yoga der Hingabe bezeichnet und gehört zu den klassischen Yogawegen. Im Mittelpunkt stehen Verbundenheit und Hingabe, die beispielsweise durch Mantras, Meditation, Gebet oder Rituale zum Ausdruck gebracht werden können.

C

Chakra

Chakren werden in verschiedenen Yoga- und Meditationstraditionen als Energiezentren des Körpers beschrieben. Häufig ist von sieben Hauptchakren die Rede, die entlang der Körperachse vom Beckenboden bis zum Scheitel verortet werden. Sie stehen symbolisch mit unterschiedlichen körperlichen, emotionalen und geistigen Themen in Verbindung.

Chaturanga

Chaturanga Dandasana ist eine kräftigende Yogahaltung, die häufig als Übergang im Sonnengruß und in fließenden Yogasequenzen vorkommt. Der Körper bleibt dabei möglichst in einer stabilen Linie, während die Ellenbogen gebeugt und nah am Oberkörper geführt werden. Besonders wichtig sind eine aktive Körpermitte und eine kontrollierte Ausführung.

D

Dandasana (Stabsitz)

Dandasana, der Stabsitz, ist eine grundlegende sitzende Yogahaltung mit ausgestreckten Beinen und aufgerichtetem Oberkörper. Obwohl die Haltung schlicht aussieht, erfordert sie eine aktive Ausrichtung von Beinen, Becken und Wirbelsäule und bildet die Grundlage für viele weitere Sitzhaltungen.

Dosha

Als Doshas werden im Ayurveda die drei grundlegenden Prinzipien Vata, Pitta und Kapha bezeichnet. Sie dienen dazu, unterschiedliche körperliche und mentale Eigenschaften sowie deren Zusammenspiel zu beschreiben. Im Ayurveda steht dabei nicht ein einzelnes Dosha im Mittelpunkt, sondern das individuelle Gleichgewicht der drei Prinzipien.

Drishti

Drishti bezeichnet im Yoga die bewusste Ausrichtung des Blicks auf einen bestimmten Punkt. Besonders in Asanas und Balancehaltungen kann ein ruhiger Blick dabei unterstützen, die Aufmerksamkeit zu bündeln und konzentriert bei der eigenen Praxis zu bleiben.

E

Erde (Element)

Das Element Erde steht in der Yogapraxis für Stabilität, Standfestigkeit und eine bewusste Verbindung zum Boden. Besonders über Füße und Beine lässt sich diese Qualität erfahren: Ein stabiler Kontakt zur Unterlage schafft eine gute Basis, aus der sich der Körper aufrichten und bewegen kann.

Entspannung

Entspannung ist ein wichtiger Bestandteil der Yogapraxis und bildet den bewussten Gegenpol zu Aktivität und Anspannung. Ruhige Haltungen, eine gleichmäßige Atmung oder Savasana können dabei unterstützen, nach einer aktiven Praxis wieder zur Ruhe zu kommen und bewusst nachzuspüren.

F

Faszien

Faszien sind bindegewebige Strukturen, die Muskeln, Organe und andere Bereiche des Körpers umgeben und miteinander verbinden. In der Yogapraxis spielen sie besonders bei länger gehaltenen Dehnungen und ruhigen Yogastilen wie Yin Yoga eine Rolle.

Feuer (Element)

Das Element Feuer steht in der Yogapraxis für Aktivität, Kraft und Transformation. Es wird häufig mit der Körpermitte verbunden und kann beispielsweise durch kräftigende Haltungen und eine aktive, dynamische Praxis erfahrbar werden.

Flow

Als Flow wird im Yoga eine fließende Abfolge verschiedener Haltungen bezeichnet, die miteinander verbunden werden. Bewegung und Atmung werden dabei bewusst aufeinander abgestimmt, sodass eine zusammenhängende Bewegungssequenz entsteht.

G

Gleichgewicht

Gleichgewicht spielt im Yoga sowohl körperlich als auch mental eine Rolle. Balancehaltungen fördern Stabilität, Koordination und Konzentration und machen gleichzeitig erfahrbar, dass Gleichgewicht nichts Starres ist, sondern immer wieder neu gefunden wird.

Gunas

Die drei Gunas Sattva, Rajas und Tamas beschreiben in der yogischen Philosophie unterschiedliche Qualitäten der Natur und des menschlichen Erlebens. Vereinfacht stehen sie für Klarheit und Ausgeglichenheit, Aktivität und Bewegung sowie Ruhe und Trägheit.

Gurt

Ein Yogagurt ist ein praktisches Hilfsmittel, das die Reichweite der Arme verlängern und eine kontrollierte Ausrichtung in verschiedenen Yogahaltungen unterstützen kann. Er wird beispielsweise bei Dehnungen oder in Haltungen eingesetzt, in denen Hände oder Füße noch nicht bequem erreicht werden.

H

Hatha Yoga

Hatha Yoga ist eine traditionelle Form des Yoga, bei der Körperhaltungen, Atem und bewusste Wahrnehmung miteinander verbunden werden. Die einzelnen Asanas werden meist achtsam und kontrolliert ausgeführt, wodurch ausreichend Zeit für eine bewusste Ausrichtung des Körpers bleibt.

Herzöffner

Als Herzöffner werden im Yoga Haltungen bezeichnet, bei denen der Brustraum bewusst geweitet und die Brustwirbelsäule aufgerichtet oder in eine Rückbeuge geführt wird. Dazu gehören beispielsweise sanfte Rückbeugen ebenso wie kräftigere Asanas.

Hilfsmittel

Hilfsmittel wie Yogablöcke, Gurte, Decken, Bolster oder Kissen können eine Yogahaltung individuell unterstützen und an die eigenen körperlichen Voraussetzungen anpassen. Sie sind nicht nur für Anfänger sinnvoll, sondern ermöglichen in vielen Asanas eine bewusstere und angenehmere Ausrichtung.

I

Intention

Eine Intention ist eine bewusste innere Ausrichtung, mit der Du in Deine Yogapraxis, Meditation oder Deinen Tag starten kannst. Anders als bei einem konkreten Ziel geht es nicht darum, etwas zu erreichen, sondern darum, eine bestimmte Haltung oder Qualität bewusst mitzunehmen.

Iyengar Yoga

Iyengar Yoga ist eine von B. K. S. Iyengar geprägte Yogarichtung, bei der die präzise Ausrichtung des Körpers und das bewusste Üben der Asanas eine zentrale Rolle spielen. Häufig werden Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte, Decken oder Bolster eingesetzt, um Haltungen individuell anzupassen und gezielt zu unterstützen.

J

Japa

Japa bezeichnet die wiederholte Rezitation eines Mantras oder eines heiligen Wortes. Die Wiederholung kann laut, leise oder innerlich erfolgen und wird traditionell genutzt, um die Aufmerksamkeit zu bündeln und den Geist auszurichten.

Jnana Yoga

Jnana Yoga wird als „Yoga des Wissens“ oder „Yoga der Erkenntnis“ bezeichnet und gehört zu den klassischen Yogawegen. Im Mittelpunkt stehen Selbsterforschung, Reflexion und die Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen über das eigene Selbst und die Wirklichkeit.

K

Kapalabhati

Kapalabhati ist eine traditionelle Atemtechnik des Yoga, bei der die Ausatmung aktiv und kraftvoll erfolgt, während die Einatmung weitgehend passiv geschieht. Die Übung wirkt aktivierend und erfordert eine bewusste, kontrollierte Ausführung.

Kapha

Kapha ist eines der drei Doshas im Ayurveda und wird den Elementen Erde und Wasser zugeordnet. Es steht traditionell für Stabilität, Ruhe und Beständigkeit und wird unter anderem mit Struktur, Substanz und Regeneration in Verbindung gebracht.

Karma

Karma lässt sich vereinfacht als Prinzip von Ursache und Wirkung verstehen: Handlungen, Entscheidungen und Verhaltensweisen haben Folgen und beeinflussen, was daraus entsteht. Im Yoga muss Karma dabei nicht dogmatisch verstanden werden, sondern kann dazu anregen, das eigene Handeln und dessen Auswirkungen bewusster wahrzunehmen.

Karma Yoga

Karma Yoga wird als Yoga des Handelns bezeichnet und gehört zu den klassischen Yogawegen. Im Mittelpunkt steht, bewusst und verantwortungsvoll zu handeln, ohne das eigene Handeln ausschließlich an einem bestimmten Ergebnis oder persönlichen Vorteil auszurichten.

Koshas

Die Koshas beschreiben in der Yogaphilosophie verschiedene Ebenen oder „Hüllen“ des menschlichen Seins. Das Modell umfasst fünf Ebenen – vom physischen Körper über Atem, Gedanken und Erkenntnis bis hin zu einer tieferen Ebene innerer Verbundenheit.

L

Luft (Element)

Das Element Luft steht in der Yogapraxis für Leichtigkeit, Bewegung und Weite. Es lässt sich besonders mit dem Atem und dem Brustraum verbinden und kann durch bewusste Atemführung, fließende Bewegungen und öffnende Haltungen erfahrbar werden.

Lotus

Der Lotus, Padmasana, ist eine traditionelle Sitzhaltung des Yoga und wird häufig mit Meditation und Pranayama verbunden. Dabei liegen die Füße auf den gegenüberliegenden Oberschenkeln. Die Haltung erfordert viel Beweglichkeit in den Hüftgelenken und ist nicht für jeden Körper geeignet.

M

Mantra

Ein Mantra ist ein Wort, ein Klang oder eine kurze Wortfolge, die in der Yoga- und Meditationstradition wiederholt wird. Die Wiederholung kann laut oder still erfolgen und dabei helfen, die Aufmerksamkeit zu sammeln und den Geist auszurichten.

Meditation

Meditation ist eine Praxis der bewussten Wahrnehmung und Achtsamkeit. Dabei geht es nicht darum, keine Gedanken mehr zu haben, sondern wahrzunehmen, was gerade da ist, und die Aufmerksamkeit immer wieder bewusst in den gegenwärtigen Moment zurückzuführen.

Meditationskissen

Ein Meditationskissen erhöht die Sitzposition und kann dadurch eine aufrechte und zugleich entspannte Haltung beim Meditieren unterstützen. Es lässt sich außerdem für Atemübungen oder als Hilfsmittel in ruhigen Yogahaltungen verwenden.

Morgenritual

Ein Morgenritual besteht aus kleinen, bewusst gewählten Gewohnheiten, mit denen Du in Deinen Tag startest. Schon wenige Minuten für Bewegung, Meditation, Atemübungen oder einen Moment der Ruhe können zu einem persönlichen Ritual werden, das zu Deinem Alltag passt.

Mudra

Mudras sind symbolische Handgesten, die traditionell im Yoga und in der Meditation verwendet werden. Unterschiedliche Positionen der Hände und Finger werden dabei mit bestimmten Bedeutungen und Qualitäten verbunden und können die bewusste Ausrichtung einer Praxis begleiten.

N

Nadi Shodhana

Nadi Shodhana ist eine traditionelle Atemübung, die häufig als Wechselatmung bezeichnet wird. Dabei wird abwechselnd durch das linke und rechte Nasenloch geatmet. Die ruhige, gleichmäßige Atemführung wird besonders zur Sammlung und Vorbereitung auf Meditation eingesetzt.

Namasté

Namasté ist eine traditionelle Grußform aus dem Sanskrit und wird häufig zu Beginn oder am Ende einer Yogastunde verwendet. Dabei werden meist die Handflächen vor dem Brustraum zusammengeführt. Im Yoga wird der Gruß als Ausdruck von Respekt und Verbundenheit verstanden.

Niyamas

Die Niyamas gehören zum achtgliedrigen Yogaweg nach Patanjali und beschreiben fünf Prinzipien für den bewussten Umgang mit sich selbst. Dazu zählen Reinheit, Zufriedenheit, Disziplin, Selbstreflexion und Hingabe.

O

Ojas

Ojas ist ein Begriff aus dem Ayurveda und wird dort als eine Art Lebensessenz oder innere Kraft beschrieben. Es steht traditionell für Stabilität, Vitalität und Widerstandskraft und wird mit einer ausgeglichenen Lebensweise, guter Ernährung und ausreichender Regeneration in Verbindung gebracht.

Om

Om ist eine heilige Silbe aus der indischen Yoga- und Meditationstradition und wird häufig zu Beginn oder am Ende einer Praxis rezitiert. Der Klang gilt traditionell als Symbol für Einheit und Verbundenheit und kann auch als Mantra in der Meditation verwendet werden.

P

Pitta

Pitta ist eines der drei Doshas im Ayurveda und wird vor allem dem Element Feuer, ergänzt durch Wasser, zugeordnet. Es steht traditionell für Transformation, Wärme und Stoffwechsel und wird außerdem mit Klarheit, Zielstrebigkeit und Entscheidungsfähigkeit verbunden.

Prana

Prana bezeichnet in der yogischen Tradition die Lebensenergie, die den Körper durchströmt und eng mit dem Atem verbunden wird. Der Begriff umfasst dabei mehr als die reine Atemluft und beschreibt eine grundlegende vitale Kraft innerhalb der Yogaphilosophie.

Pranayama

Pranayama bezeichnet die bewusste Lenkung und Regulierung des Atems durch verschiedene Atemtechniken. Es ist ein Bestandteil des klassischen Yoga und wird unter anderem genutzt, um die Aufmerksamkeit zu bündeln und Körper und Geist auf Meditation vorzubereiten.

Q

Quality Time

Quality Time bedeutet, sich ganz bewusst Zeit für sich selbst oder für andere zu nehmen – möglichst ohne Ablenkung und mit voller Aufmerksamkeit für den Moment. Eine Yogapraxis, Meditation oder ein kleines persönliches Ritual kann zu genau so einer bewussten Auszeit im Alltag werden.

R

Raja Yoga

Raja Yoga wird häufig als „königlicher Weg des Yoga“ bezeichnet und ist eng mit dem achtgliedrigen Yogaweg nach Patanjali verbunden. Neben Körperhaltungen und Atemübungen spielen dabei unter anderem Meditation, Konzentration und die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Geist eine wichtige Rolle.

Raum (Element)

Raum, auch Äther genannt, gehört zu den fünf Elementen und steht für Weite, Offenheit und den Raum, in dem Bewegung überhaupt entstehen kann. In der Yogapraxis lässt sich diese Qualität beispielsweise als bewusste Weite im Körper, im Atem und in der eigenen Wahrnehmung erfahren.

Restorative Yoga

Restorative Yoga ist eine besonders ruhige Form des Yoga, bei der der Körper mithilfe von Bolstern, Kissen, Blöcken oder Decken möglichst bequem unterstützt wird. Die Haltungen werden meist länger und ohne große körperliche Anstrengung gehalten, sodass Ruhe und bewusstes Loslassen im Mittelpunkt stehen.

Ritual

Ein Ritual ist eine bewusst wiederkehrende Handlung, der Du eine persönliche Bedeutung gibst. Das kann eine kurze Meditation am Morgen, das Ausrollen Deiner Yogamatte oder eine kleine Abendroutine sein – entscheidend ist weniger die Dauer als das bewusste Innehalten.

S

Sankalpa

Ein Sankalpa ist eine bewusst formulierte innere Ausrichtung oder ein persönlicher Leitsatz aus der yogischen Tradition. Anders als ein klassisches Ziel beschreibt es eher eine Qualität oder Haltung, die bereits in Dir angelegt ist und die Du bewusst stärken möchtest.

Savasana

Savasana, die Schlussentspannung, wird meist am Ende einer Yogapraxis geübt. Dabei liegt der Körper entspannt auf dem Rücken, während die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt wird. Die Haltung gibt Zeit, körperlich zur Ruhe zu kommen und die vorausgegangene Praxis bewusst nachwirken zu lassen.

Sonnengruß

Der Sonnengruß, Surya Namaskar, ist eine fließende Abfolge verschiedener Yogahaltungen, die traditionell mit dem Atem verbunden werden. Er kann zum Aufwärmen, als eigenständige kurze Praxis oder als Bestandteil einer längeren Yogasequenz geübt werden.

T

Tadasana (Berghaltung)

Tadasana ist eine grundlegende stehende Yogahaltung und bildet die Basis für viele weitere Asanas. Füße und Beine schaffen einen stabilen Kontakt zum Boden, während sich der Oberkörper bewusst aufrichtet. Die scheinbar einfache Haltung eignet sich besonders gut, um die eigene Ausrichtung und Körperwahrnehmung zu schulen.

Trataka

Trataka ist eine traditionelle Konzentrationsübung, bei der der Blick für eine gewisse Zeit auf einen festen Punkt gerichtet wird – häufig auf eine Kerzenflamme. Die Übung dient dazu, die Aufmerksamkeit zu sammeln und den Geist auf Meditation vorzubereiten.

U

Ujjayi

Ujjayi ist eine Atemtechnik aus dem Yoga, bei der die Stimmritze leicht verengt wird und dadurch ein sanftes, gleichmäßiges Atemgeräusch entsteht. Die Atmung wird häufig in einer dynamischen Yogapraxis eingesetzt, um Atem und Bewegung bewusst miteinander zu verbinden.

Umkehrhaltungen

Als Umkehrhaltungen werden Yogapositionen bezeichnet, bei denen sich das Herz oberhalb des Kopfes befindet oder die gewohnte Ausrichtung des Körpers bewusst umgekehrt wird. Dazu zählen neben Kopf- und Schulterstand auch zugänglichere Varianten wie der herabschauende Hund oder unterstützte Haltungen mit erhöhtem Becken.

V

Vata

Vata ist eines der drei Doshas im Ayurveda und wird den Elementen Luft und Raum zugeordnet. Es steht traditionell für Bewegung, Leichtigkeit und Veränderung und spielt unter anderem bei Bewegung, Atmung und geistiger Aktivität eine Rolle.

Vinyasa

Vinyasa bezeichnet eine fließende Form der Yogapraxis, bei der einzelne Asanas in Verbindung mit dem Atem miteinander verbunden werden. Je nach Stil kann eine Vinyasa-Praxis ruhig und bewusst oder dynamisch und kraftvoll gestaltet sein.

Viparita Karani

Viparita Karani ist eine ruhige Umkehrhaltung, die häufig in einer unterstützten Variante mit den Beinen an der Wand praktiziert wird. Sie eignet sich besonders für ruhigere Sequenzen und kann beispielsweise am Ende einer Yogapraxis als Übergang zur Entspannung eingesetzt werden.

W

Wasser (Element)

Das Element Wasser steht in der Yogapraxis für Fließen, Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit. Diese Qualität kann beispielsweise in weichen, fließenden Bewegungen und geschmeidigen Übergängen zwischen einzelnen Haltungen erfahrbar werden.

Wirbelsäule

Die Wirbelsäule bildet die zentrale Achse des Körpers und ermöglicht Bewegungen in verschiedene Richtungen – Beugung, Streckung, Seitneigung und Rotation. In der Yogapraxis spielt eine bewusste Ausrichtung und vielseitige Bewegung der Wirbelsäule deshalb in vielen Asanas und Bewegungsfolgen eine wichtige Rolle.

X

X – Deine Auszeit

Manchmal beginnt eine bewusste Yogapraxis nicht mit einer bestimmten Haltung, sondern damit, Dir überhaupt Zeit dafür zu nehmen. Schon wenige Minuten für Bewegung, Atmung, Meditation oder ein kleines Ritual können eine bewusste Pause im Alltag schaffen.

Y

Yamas

Die Yamas gehören zum achtgliedrigen Yogaweg nach Patanjali und beschreiben fünf grundlegende Prinzipien für den Umgang mit anderen und der Umwelt. Dazu zählen Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, ein bewusster Umgang mit der eigenen Energie und Nicht-Anhaften.

Yin Yoga

Yin Yoga ist ein ruhiger Yogastil, bei dem Positionen meist mehrere Minuten gehalten werden. Im Mittelpunkt stehen weniger Muskelkraft und aktive Ausrichtung als vielmehr das bewusste Verweilen, Wahrnehmen und Loslassen.

Yoga

Yoga ist eine jahrtausendealte Tradition aus Indien, die weit mehr umfasst als die heute bekannten Körperhaltungen. Neben Asanas gehören unter anderem Atemübungen, Meditation und philosophische Grundlagen dazu – mit dem Ziel, Körper und Geist bewusster miteinander zu verbinden.

Yoga Nidra

Yoga Nidra ist eine geführte Praxis der Tiefenentspannung, die meist im Liegen durchgeführt wird. Die Aufmerksamkeit wird dabei systematisch durch verschiedene Bereiche der Wahrnehmung geführt, während der Körper möglichst ruhig und entspannt bleibt.

Z

Zen

Zen ist eine buddhistische Tradition, in deren Mittelpunkt unter anderem Meditation und die unmittelbare Erfahrung des gegenwärtigen Moments stehen. Auch wenn Zen nicht zum Yoga gehört, gibt es Berührungspunkte mit Achtsamkeit und Meditation, weshalb der Begriff gut in unser „Yoga & Ritual A–Z“ passt.

Zentrierung

Zentrierung beschreibt das bewusste Ankommen bei sich selbst und im gegenwärtigen Moment. In einer Yogastunde kann eine kurze Atemübung, Meditation oder Körperwahrnehmung zu Beginn dabei helfen, die Aufmerksamkeit vom Alltag auf die eigene Praxis zu lenken.